Glückauf Consulting
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Bildung

Lernen durch reale Bilder

Lernen und damit eine Bildung findet vor allem dann statt, wenn wir uns ein "Bild" machen können. Daher legen wir in unseren "Bildungsunterhaltungen" Wert auf reale Erfahrungen mit Objekten oder Phänomenen, die möglichst alle Sinne ansprechen.

Lernen ermöglicht neue Gestaltungsmöglichkeiten auf individueller, Team-, organisatorischer und gesellschaftlicher Ebene.

Unsere Coachings nutzen Elemente verschiedener Lernkonzepte, um sich Fragestellungen interdisziplinär und ganzheitlich zu nähern.

Lebenslanges Lernen

Das Humboldt'sche Bildungsideal schreibt dem Menschen ein Bedürfnis zum lebenslangen Lernen zu, um seine individuellen Entwicklungspotenziale zu erkennen und zu fördern. Darüber hinaus sollen Lernprozesse nicht nur den Einzelmenschen verbessern, sondern auch die Gesellschaft kontinuierlich erneuern.

Bildung soll also in erster Linie nicht Kompetenzen vermitteln, sondern der Persönlichkeitsentwicklung dienen. Ziel moderner Lernmethoden soll unseres Erachtens nicht nur die Reproduktion von Wissen in Fächern sein, sondern die Verbesserung von Problemlösungsfertigkeiten. Dazu müssen Fragestellungen der realen Lebenswelt projektbezogen und interdisziplinär bearbeitet werden.
Bildung meint damit nicht nur Wissenserwerb, sondern auch Gewinn von Erfahrungen und deren praxisbezogene Anwendung.
Um die notwendige Kreativität dafür entwickeln zu können, benötigen Menschen Freiräume, Selbstbestimmung und Muße wie ungeregeltes Nichtstun.

Damit die Lernstoffe mit den Bedürfnissen und Fähigkeiten des Lernenden in Übereinstimmung gebracht werden, müssen Lernende sich subjektiv wohlfühlen. Es müssen ebenso positive Interaktionen zwischen den Lernenden wie auch zwischen den Lernenden und den Lehrenden integriert werden, um dann herausfordernde und freiwillige Lernaktivitäten entwickeln zu können. Lerneinheiten müssen immer mit Erfolgserlebnissen enden!

Kulturelles Lernen

Der Mensch als Individuum wie auch als Gemeinschaftswesen muss sein Denken und Handeln immer wieder neu reflektieren und definieren.
Kultur unterliegt nicht einer nahezu vollständig zweckrationalisierten Welt, sondern gibt Gelegenheit zur menschlichen Selbstverständigung und ist Reflexionsort über gesellschaftliche Wirklichkeit.

Kultur bietet der Gesellschaft eine Plattform, mit sich selbst und ihren Werten in Dialog zu treten. Nur im Medium von Kunst und Kultur kann eine Gesellschaft sich also selbst, d.h. spielerisch-ästhetisch beleuchten.

Die „Selbstbeobachtung“ der Gesellschaft wird durch die Kultur zur „Selbstbeschreibung“. Kultur kann somit auch als Gedächtnis der Gesellschaft und damit als „Erinnerungskultur“ interpretiert werden.

Dieser Selbstverständigungsprozess der Gesellschaft kann erstens rückwärtsorientiert sein und als reflektierende Selbstvergewisserung dienen (Wer sind wir? Woher kommen wir?).

Er kann zweitens eher zukunftsorientiert ausgerichtet sein und eine visionäre, zukunftsgestaltende Funktion erfüllen (Welches Bild von der Welt machen wir uns? Wie wollen wir einmal leben?).

Drittens schließlich kann der Selbstverständigungsprozess direkt auf die Gegenwart bezogen sein (Wo stehen wir eigentlich?).
Dies heißt, dass die Zukunft uns nicht vom Blick auf die Gegenwart befreit, sondern die Gegenwart überhaupt erst in das Zentrum der Aufmerksamkeit rückt.

Lernen in der Natur

Neue Erkenntnisse für unternehmerisches Handeln
Nachdem die Technik "Erfindungen" der Natur unter dem Namen Bionik vielfach nutzt, rücken nun auch Umweltprozesse in den Fokus von Unternehmen und Gesellschaft. Insbesondere die Betrachtung dynamischer Veränderungen und interdisziplinärer Vernetzungen lassen sich in unternehmerisches Denken und Handeln übertragen.

Lernen in der Natur
Seit der Aufklärung soll sich der Mensch durch sinnlich-körperlich Erfahrungen in der Kulturlandschaft bilden. Die "Natur" der Kulturlandschaft dient damit der Selbsterfahrung und -entfaltung des Menschen.

Mensch und Umwelt sind seit der Entstehung des Menschen direkt miteinander verbunden. Natur und Kultur können daher ebenso wenig getrennt werden wie Emotionen und Verstand. Die in der Geschichte Mitteleuropas vorgenommene  Zweiteilung (Dichotomie) dieser Begriffe ist nicht mehr haltbar und wird heute z.B. mit dem Begriff Connectedness (Verbundenheit, Vernetzung) aufgehoben.

Die Richtigkeit eines integrativen Lernansatzes und damit eines komplexen Zusammenhangs von Natur und Kultur beweisen heute unter anderem die Neurowissenschaften.
Weitere Informationen zur Verbindung von Natur und Kultur auch unter Weltkulturerbe Oberharzer Wasserwirtschaft.

Inter- und transdisziplinäres Lernen

Interdisziplinarität und noch mehr Transdisziplinarität beschäftigen sich mit lebensweltlichen Problemen und Fragestellungen.
Interdisziplinarität bedeutet eine Zusammenarbeit verschiedener Wissen- und Fachbereiche mit ihren jeweiligen Theorien und Methoden über Disziplinengrenzen hinweg.
Transdisziplinarität soll eine praxisorientierte Wissensgrundlage für einen gesellschaftlichem Handlungsbedarf liefern. Dazu muss Systemwissen, Zielwissen und Transformationswissen bereitgestellt werden.

Globales Lernen

Die weltweiten politischen, wirtschaftlichen, sozialen, ökologischen und kulturellen Zusammenhänge, Verflechtungen und Abhängigkeiten erfordern es, die Welt zunehmend als Ganzes zu begreifen. Dazu gehören immer mehr auch die Analysen und Entwicklungen in den Industrieländern selbst.

Wissen und Information kann nur angenommen und integriert werden, wenn die wesentliche Erkenntnistätigkeit von den Betroffenen selbst ausgeführt und in Bezug zum eigenen Lebenszusammenhang gebracht werden kann. In solchen Bildungsprozessen müssen notwendigerweise Gefühle und die sozialen wie kulturellen Bedürfnisse der Beteiligten involviert werden und nicht bloß deren kognitive Fähigkeiten.

Es braucht Erkundung wie Reflexion, Erlebnisreichtum und Besinnung, um zu verstehen, wo Individuum und Gesellschaft stehen und wo ihre Handlungsmotive liegen. Die lebensgeschichtlichen Erfahrungen aller Beteiligten sollten in den Lernprozess integriert sein. Dabei geht es nicht nur um private Lerninteressen, sondern es sollten gemeinsame und öffentliche Erfahrungen bearbeitet und zu kollektiven Perspektiven entwickelt werden.

Globales Lernen glaubt nicht an absolute Planbarkeit und festgelegte Strategiemuster und will weder eine bessere Welt noch ein anderes Bewusstsein herstellen. Es will nicht die Lernenden verändern, sondern deren Lernumfeld. Es will keine Lösungen vorgeben, aber Lösungen andenken. Der „Club of Rome“ spricht hier von der Notwendigkeit eines "utopischen Diskurses".

Es geht beim Globalen Lernen nicht um Informationsgewinn, sondern um die Bearbeitung unserer Denk- und Gefühlshorizonte, um die Erfahrung und Erweiterung eigener Lern- und Handlungsfähigkeit.

Globales Lernen ist also nicht primär Wissensvermittlung über Themen, sondern kritische Auseinandersetzung mit Anliegen, Interessen und Erfahrungen. Es definiert Bildung damit als Selbstbestimmung und persönliche Entfaltung. Globales Lernen stärkt damit Bildungsprozesse, die den Menschen Vertrauen, Stabilität, Selbstbewusstsein und Lebensfreude gewähren.

Bildung für nachhaltige Entwicklung - BNE

Ziel der Bildung für nachhaltige Entwicklung ist die Vermittlung und Förderung von persönlicher Kompetenz. Sie soll den Einzelnen befähigen, aktiv an der Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer und ökologischer Ebene mitzuwirken (Gestaltungskompetenz).
Dabei soll ein Veränderung des persönlichen Wertesystems im Zusammenspiel mit der Vermittlung neuer Fähigkeiten zu nachhaltigen Denk- und Verhaltensweisen führen. Gestaltungskompetenz ist damit Teil der Persönlichkeitsentwicklung auch von Erwachsenen im Sinne eines von der Gesellschaft geforderten lebenslangen Lernens.

Geschichte(n) erzählen

Glueckauf-Coaching Harz: Kloster Walkenried

Geschichte ist immer noch "die Lehrerin des Lebens", wie Cicero einmal behauptet hat.
Auch wenn Geschichte sich nicht notwendigerweise wiederholt, gibt es im menschlichen Verhalten zeitübergreifende Konstanten. Wer also  Parallelen aus vergangenen und gegenwärtigen Entwicklungen ziehen und diese richtig interpretieren kann, vermag die Zukunft zu antizipieren...

In unseren Veranstaltungen nähern wir uns Fragestellungen auch mit narrativen Verfahren (Erzählungen) der Vergangenheit, um einen zielgerichteten Blick auf die Gegenwart und unsere aktuellen Werte zu werfen.
Dabei klären wir Beziehungen auf der menschlichen Ebene (also zu uns selbst), auf der Organisationsebene (Beziehungen zu anderen) und zeigen, wie die soziale Umwelt und damit die Gesellschaft der Zukunft gestaltet werden kann.